Der Red Bull Ring zählt nicht nur auf Grund seiner traumhaften Lage zu den erklärten Lieblingsstrecken vieler Rennfahrer. Schnelle Kurven wechseln sich mit langsamen Ecken ab und die Durchschnittsgeschwindigkeit der GT3-Boliden im ADAC GT Masters liegt auf dem 4,3 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs bei Spielberg in der Steiermark jenseits von 175 Kilometer pro Stunde – das ist rund 10 km/h höher als auf dem Autodrom in Most und fast 20 km/h höher als beim Auftakt des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. Und, mindestens ebenso wichtig: Der Red Bull Ring bietet einige Passagen, in denen ein Überholmanöver Aussicht auf Erfolg hat.

Der Red Bull Ring liegt dem Mercedes-AMG GT3 nicht optimal, erklärt Fabian Vettel: „Der Mercedes-AMG GT3 zählt konzeptionsbedingt auf den langen Geraden nicht zu den schnellsten Autos, dafür kommen wir mit unserer guten Traktion hervorragend aus den Ecken heraus. Das bärige Drehmoment des 6,2-Liter-V8-Motors schiebt vor allem im ersten Teil der langen Bergauf-Gerade nach Turn 1 richtig an, und beim Anbremsen der anschließenden engen Rechtskurve sowie in den schnellen Kurven in der zweiten Streckenhälfte kommt der gute Abtrieb des Mercedes zum Tragen.“ Daher geht das MANN-FILTER Team HTP durchaus optimistisch in die Saisonläufe 5 und 6 des ADAC GT Masters am kommenden Wochenende (8./9. Juni). 2018 konnten wir hier – begünstigt durch leichten Regen – sogar einen Podestplatz feiern.

Für Vettel, der sich die MANN-FILTER Mamba mit der Startnummer 48 mit Philip Ellis teilt, geht es nach dem starken Auftritt im tschechischen Most unter anderem um die Juniorwertung des ADAC GT Masters, in der er aktuell mit nur 7,5 Punkten Rückstand die vierte Position belegt: „Das gute Ergebnis in Most war das eine. Fast noch wichtiger für mich war aber, dass wir ein weitestgehend problemloses Wochenende hatten und ich viel Erfahrung sammeln konnte – anders als in Oschersleben, wo so viel schief gegangen ist. Ganz zufrieden war ich zwar auch in Most nicht, weil man immer noch etwas besser machen kann – aber die Richtung stimmt. Wir haben bewiesen, dass wir in die Top-10 fahren können. Und der zweite Rang in der Junior-Wertung war für mich quasi noch der Zuckerguss.“

Die Erwartungen für das bevorstehende Rennwochenende seien durchaus gestiegen, so Vettel. „Nach Oschersleben hieß das Ziel für Most: Rennen beenden. Das hat schon einmal gut funktioniert. Nun reisen wir zum Red Bull Ring, um dort den nächsten Schritt machen. Wir möchten auf jeden Fall wieder gut punkten. Wir müssen sehen, wo wir im Vergleich mit der Konkurrenz stehen, und dann einfach das Beste draus machen. Also: Wir greifen an, geben alles und sehen dann, was dabei herauskommen wird.“

Auch Teamkollegen Maximilian Götz und Indy Dontje starten erwartungsvoll in das dritte Wochenende des ADAC GT Masters 2019. Im Schwesterauto mit der Startnummer 47 liegen sie aktuell punktgleich mit den Fünftplatzierten 35 Zähler hinter den Führenden auf Rang 6. In der Meisterschaft ist bei den fünf noch ausstehenden Events noch alles offen, denn pro Rennwochenende können bis zu 50 Punkten erreicht werden. Und auch die Titelverteidigung der Teamwertung steht für das MANN-FILTER Team HTP ganz oben auf der Liste.

Damit heißt es wieder: Wir feilen die Zähne der MANN-FILTER Mambas und setzen beim ADAC GT Masters am Red Bull Ring wieder alles auf Angriff. Ihr könnt die Qualifying und Rennen wie immer live über die Facebookseite des ADAC GT Masters verfolgen. Auch Sport1 überträgt beide Rennen live und in voller Länge im TV. Der Start zu dem einstündigen Rennen erfolgt am Samstag um 14.45 Uhr, der zweite Wertungslauf beginnt sonntag um 13.05 Uhr. Daumen drücken!