Das ADAC GT Mas­ters im öster­rei­chi­schen Spiel­berg hat uns am Wochen­en­de ganz schön ins Schwit­zen gebracht - und zwar nicht nur wegen der hoch­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren. 😉

Das Resü­mee des Wochen­en­des ist durch­wach­sen, aber von einem Podi­um-Sah­ne­häub­chen gekrönt:
Ähn­lich wie schon in Most konn­ten wir uns nach bei­den Ren­nen über eine MANN-FILTER Mam­ba in den Punk­ten und mit P3 im Sonn­tags­ren­nen sogar wie­der über eine Podi­ums­plat­zie­rung freu­en, wäh­rend das Ren­nen für die Team­kol­le­gen jeweils nicht beson­ders erfreu­lich ver­lief.
Hier fin­det ihr ein paar Details zum Ver­lauf des Wochen­en­des zusam­men­ge­fasst aus den Pres­se­mit­tei­lun­gen von HTP Motor­sport (die Voll­tex­te gibt es hier nach­zu­le­sen: https://htp-motorsport.de/news/).
Das Sams­tags­ren­nen
Schon vor der Anrei­se war klar, dass der Red Bull Ring sich - so gut uns die Stre­cke auch gefällt - auf­grund sei­ner Stre­cken­cha­rak­te­ris­tik lei­der nicht als ide­al für die Mer­ce­des-AMG GT3 erwei­sen wird. Vor allem für die schnel­le Run­de im Qua­li­fy­ing fehl­te es den Mer­ce­des im Ver­gleich zum hoch­klas­si­gen Feld der „Liga der Super­sport­wa­gen“ an Höchst­ge­schwin­dig­keit - ins­be­son­de­re auf der lan­gen Berg­auf-Gera­den zwi­schen der ers­ten und zwei­ten Kur­ve tat man sich schwer. Den­noch lie­ßen die Test- und Trai­nings­er­geb­nis­se von dem
 4,3 Kilo­me­ter lan­gen Grand-Prix-Kurs in der Stei­er­mark auf eine gute Renn­per­for­mance hof­fen.

Die­se Hoff­nun­gen erfüll­ten sich im Sams­tags­ren­nen zumin­dest teil­wei­se. Nach einem star­ken Startstint über­gab der von P13 aus gestar­te­te Nie­der­län­der Indy Dont­je an elf­ter Posi­ti­on an sei­nen Team­kol­le­gen Maxi­mi­li­an Buhk. Maxi gewann zwei wei­te­re Posi­tio­nen und brach­te die MANN-FILTER Mam­ba mit der Start­num­mer 48 schließ­lich an neun­ter Stel­le und damit in den Punk­te­rän­gen lie­gend ins Ziel. „Wie erwar­tet konn­ten wir über die Distanz zule­gen, wäh­rend die Kon­kur­renz teil­wei­se Pro­ble­me bekam“, so Maxi. Die­se Erwar­tungs­hal­tung for­mu­lier­te er übri­gens in unse­rer Video-Pre­view mit groß­ar­ti­gen Onboard-Auf­nah­men vom Red Bull Ring, die ihr auf der MANN-FILTER Face­book Sei­te fin­den könnt - unbe­dingt anschau­en! Maxi ergänzt: „Als ich am vor mir fah­ren­den Audi vor­bei war, konn­te ich die Lücke zur nächs­ten Grup­pe rasch zufah­ren. Das Auto war rich­tig gut. Aber es ist natür­lich schwer, wenn du in Pas­sa­gen schnell bist, wo du nicht vor­bei­kommst, und auf der Gera­den nur zuschau­en kannst.“

Renn­pech hat­ten unter­des­sen Mar­kus Pom­mer und Maxi­mi­li­an Götz im vom 15. Platz aus gestar­te­ten Schwes­ter­au­to mit der Num­mer 47. Zwar hat­te Mar­kus mit einem soli­den Startstint eine sehr gute Basis für sei­nen Kol­le­gen gelegt, doch die wei­te­re Auf­hol­jagd ver­lief nach zwei har­ten Tref­fern durch Kon­tra­hen­ten lei­der nicht wie geplant. „Und bei­de Male war es ein Auto des­sel­ben Teams. Erst fuhr mir der eine rein, dann drück­te mich der ande­re ins Kies­bett, sodass ich vier Posi­tio­nen ver­lo­ren habe. Ich bin rich­tig bedient“, schimpft Maxi­mi­li­an. „Sonst wäre hin­ten raus sicher noch was gegan­gen, auch wenn sich die 30 Kilo Erfolgs­bal­last nach unse­rem Sieg in Most natür­lich deut­lich bemerk­bar gemacht haben.“ Am Ende wur­de es für das Fah­rer­duo der #47 nur der 18. Rang.

HTP-Team­chef Nor­bert Brück­ner war mit der Vor­stel­lung sei­ner Mann­schaft ins­ge­samt zufrie­den: „Im Qua­li­fi­ka­ti­ons­trai­ning haben wir aus den bekann­ten Grün­den mit stump­fen Waf­fen gekämpft. Dank der star­ken Per­for­mance des Mer­ce­des-AMG GT3 im Lon­grun und einer tadel­lo­sen Mann­schafts­leis­tung waren wir im Ren­nen deut­lich kon­kur­renz­fä­hi­ger und wie­der best­plat­zier­tes Mer­ce­des-Team. Ich hof­fe, dass wir mor­gen viel­leicht noch ein paar Posi­tio­nen wei­ter vor­ne star­ten kön­nen. Je hei­ßer es drau­ßen ist, des­to bes­ser für uns. Und soll­te es reg­nen, dann schlägt unse­re Stun­de!“

Das Sonn­tags­ren­nen

Und tat­säch­lich trat es ein wie pro­phe­zeit: Im zwei­ten Ren­nen auf dem Red Bull Ring spiel­ten die Mer­ce­des-AMG GT3 des MANN-FILTER Teams HTP bei schwie­ri­gen äuße­ren Bedin­gun­gen ihre Qua­li­tä­ten voll aus - allen vor­an die im Sams­tags­ren­nen so unglück­lich abge­schla­ge­ne MANN-FILTER Mam­ba #47 von Maxi­mi­li­an Götz und Mar­kus Pom­mer. Die Basis für ein star­kes Renn­ergeb­nis leg­te Maxi­mi­li­an schon mit P5 im mor­gend­li­chen Qua­li­fy­ing. Im Ren­nen lie­fer­te der 32-Jäh­ri­ge dann wie­der ein­mal eine Leis­tung ab, für die uns ein­fach nur eine Beschrei­bung ein­fällt: Welt­klas­se. Im früh ein­set­zen­den Regen fuhr er bis zum Pflicht­bo­xen­stopp auf pro­fil­lo­sen Slicks eben­so schnell wie die Kon­kur­ren­ten, die auf Num­mer sicher gegan­gen und früh Regen­rei­fen auf­ge­zo­gen hat­ten. „Es lief wirk­lich gut, ich habe gese­hen, dass die ande­ren auf Regen­rei­fen nicht schnel­ler waren als ich. Und da war es natür­lich das Ziel, sich den Extra-Stopp zu spa­ren und bis zum Öff­nen des Boxen­stopp­fens­ters drau­ßen zu blei­ben. Das hat sehr gut funk­tio­niert. Wir hat­ten auch über­legt, bis kurz vor dem Schlie­ßen des Boxen­stopp­fens­ters drau­ßen zu blei­ben und Mar­kus eben­falls auf Slicks zu las­sen. Doch gera­de in die­ser Pha­se wur­de der Regen stär­ker, also woll­ten wir kein Risi­ko ein­ge­hen und das Team hol­te mich rein“, berich­tet Götz.

Kurz nach Schlie­ßen des Boxen­stopp­fens­ters ließ der Regen jedoch nach. Mar­kus Pom­mer hielt die MANN-FIL­TER-Mam­ba den­noch bis zur letz­ten Run­de sou­ve­rän auf Kurs zu Platz 2, hat­te dann aller­dings dem auf Slicks atta­ckie­ren­den #63-Lam­bor­ghi­ni bei wie­der fast tro­cke­ner Ide­al­li­nie nichts ent­ge­gen­zu­set­zen. „Auch bei die­sen Bedin­gun­gen war das Auto auf den Regen­rei­fen sehr gut. Ich konn­te den vor mir fah­ren­den Audi über­ho­len und mich auf Platz 2 fest­set­zen. Als dann aller­dings der Lam­bo im Spie­gel immer grö­ßer wur­de, dach­te ich mir schon, dass es in der letz­ten Run­de eng wird. Aber egal: Wer hät­te ges­tern gedacht, dass wir heu­te aufs Podest fah­ren? Ich freue mich rie­sig!“, so Pom­mer.

Ein frü­her Wech­sel auf Regen­rei­fen hät­te sich je nach Wet­ter stra­te­gisch als Vor­teil ent­wi­ckeln kön­nen - lei­der war das heu­te für das MANN-FIL­TER-Schwes­ter­au­to mit der Num­mer 48 nicht der Fall. Maxi Buhk hat­te zwar mit Start­po­si­ti­on 11 eine gute Aus­gangs­la­ge geschaf­fen, aller­dings war nach dem Extra-Stopp nicht mehr als der 16. Schluss­rang drin. „Das ist wie beim Rou­let­te im Casi­no – du setzt auf eine Zahl, und die Kugel fällt auf eine ande­re“, erklärt Buhks Team­part­ner Indy Dont­je. „Das Auto war rich­tig gut, die Pace auf Regen­rei­fen auch. Die Chan­ce war fif­ty-fif­ty, dass unse­re Stra­te­gie auf­geht. Am Ende tat sie es eben nicht. Das ist Teil des Spiels.“

Auch heu­te freut sich HTP-Team­chef Nor­bert Brück­ner wie­der über eine star­ke Mann­schafts­leis­tung: „Der Podest­platz ist ein fan­tas­ti­scher Abschluss eines für uns sehr schwie­ri­gen Renn­wo­chen­en­des. Die Fah­rer haben tadel­lo­se Arbeit geleis­tet, und auch unse­re Stra­te­gie war alles in allem die rich­ti­ge. Natür­lich hät­ten wir Max zwei Run­den län­ger fah­ren, dann auch Mar­kus mit Slicks raus­schi­cken und so even­tu­ell die füh­ren­de Cor­vet­te noch abfan­gen kön­nen. Aber wäre der Regen dann noch­mals stär­ker gewor­den, hät­te es viel­leicht nicht mal Punk­te gege­ben. Auch beim ande­ren Auto haben wir uns nichts vor­zu­wer­fen. Der frü­he Wech­sel auf Regen­rei­fen hät­te auch genau das Rich­ti­ge sein kön­nen. Wenn man so etwas immer schon vor­her wüss­te, wäre der Renn­sport ja nur halb so span­nend!“

Hier ein paar Impres­sio­nen vom Sonn­tags­ren­nen, bevor wir eine kur­ze Halb­zeit-Bilanz zie­hen:

Nach die­sen emo­tio­na­len Ach­ter­bahn­fahr­ten des Renn­wo­chen­en­des kön­nen auch wir eine posi­ti­ve Bilanz zur „Fast-Halb­zeit“ des ADAC GT Mas­ters 2018 zie­hen. Mit 52 Punk­ten lie­gen Maxi­mi­li­an Götz und Mar­kus Pom­mer mit der MANN-FILTER Mam­ba #47 der­zeit auf dem drit­ten Rang in der Fah­rer­wer­tung, die Team­kol­le­gen Indy Dont­je und Maxi­mi­li­an Buhk mit der #48 fol­gen mit 22 Punk­ten in einem der­zeit noch sehr engen Feld auf Posi­ti­on 13 - Indy steht zudem auf P9 der Junio­ren­wer­tung. In der Team­wer­tung belegt das MANN-FILTER Team HTP Motor­sport aktu­ell die zwei­te Posi­ti­on mit nur 8 Punk­ten Rück­stand (Stand 11.06.2018). Die voll­stän­di­gen Wer­tungs­ta­bel­len fin­det ihr hier: https://www.adac-gt-masters.de/de/wertung/

Wei­ter geht’s im ADAC GT Mas­ters nach einer ver­gleichs­wei­se lan­gen Pau­se mit den Sai­son­läu­fen 7 und 8 erst am 4. und 5. August auf dem Nür­burg­ring. Motor­sport-Fans müs­sen sich aber nicht ganz so lan­ge gedul­den, denn bis dahin ste­hen noch eini­ge High­lights auf dem MANN-FILTER Motor­sport-Pro­gramm: Kom­men­de Woche geht es mit Sascha Lenz und sei­nem gelb-grü­nen Truck zum FIA Euro­pean Truck Racing Cham­pions­hip nach Buda­pest und am letz­ten Juni­wo­chen­en­de fin­den wir uns auch im Truck Racing zum legen­dä­ren Truck Grand Prix am Nür­burg­ring ein. Am letz­ten Juli­wo­chen­en­de steht dann im GT Racing mit den Total 24 Hours of Spa eben­falls ein ech­ter Klas­si­ker auf dem Renn­pro­gramm.

Wir freu­en uns auch bei die­sen Ver­an­stal­tun­gen wie­der auf atem­be­rau­ben­de Renn­mo­men­te und auf euren über­wäl­ti­gen­den Sup­port.

Euer MANN-FILTER Motor­sport Team