Schweres Wochenende für das Mercedes-AMG Team MANN-FILTER beim Eifel-Marathon

von Jörg Engels| 2018-08-28T11:30:11+00:00 16. Mai 18|
  • MANN-FILTER und HTP Motorsport bei den 24 Stunden Nürburgring im Pech
  • Nur Platz 20 nach diversen Rückschlägen für die beiden Mercedes-AMG GT3
  • Positive Resonanz seitens Fans und Kunden auf den MANN-FILTER-Auftritt

Sportlich durchwachsen, als Event unschlagbar ­– so lautet die Bilanz der 46. ADAC Zurich 24h Nürburgring aus Sicht von MANN-FILTER. Zwar waren beide Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Team MANN-FILTER in jeder Phase des Langstreckenklassikers auf der legendären Nordschleife absolut konkurrenzfähig. Doch leider schlug sich die erfreuliche Wettbewerbsfähigkeit in beiden Fällen nicht in einem Top-Resultat wieder.

Die Unwägbarkeiten des größten Autorennens der Welt erwischten die insgesamt sieben Rennfahrer und das für den Einsatz der beiden Rennwagen zuständige Team HTP Motorsport in aller Härte. Die von Startposition 8 aus ins Rennen gegangene „MANN-FILTER Mamba“ mit der Startnummer 48 büßte bereits nach nicht einmal 90 Minuten durch einen Leitplankenkontakt des Niederländers Renger van der Zande (31) beinahe 25 Minuten oder drei Runden ein. Kurz nach 0.30 Uhr nachts verlor Kollege Maximilian Götz (32, Uffenheim) unmittelbar nach der Boxenausfahrt das linke Hinterrad. Weitere drei Runden gingen verloren. Und zu schlechter Letzt kostete eine mehr als vierminütige Zeitstrafe wegen Missachtung von Flaggensignalen noch drei der so mühsam wieder gewonnen Positionen, sodass am Ende für Indy Dontje (25, Niederlande), Christian Hohenadel (41, Quierschied), Götz und van der Zande nur der 20. Schlussrang blieb.

Im Zuge der großartigen Aufholjagd mehr als eindrücklich war der Doppelstint von Götz nach der Nebel-bedingten Rennunterbrechung am Sonntag zwischen 12.00 und 13.45 Uhr. Der Franke überholte auf regennasser Fahrbahn Gegner um Gegner und war in dieser Phase der schnellste Mann auf der 25,3 Kilometer langen Rennstrecke. „Das Auto war nicht nur im Regen gigantisch. Ein Jammer, wenn ich daran denke, was ohne die Zwischenfälle alles möglich gewesen wäre“, seufzte der Ex-DTM-Pilot.

Auch das Schwesterauto des Mercedes-AMG Team MANN-FILTER mit der Nummer 47 hätte allemal das Tempo gehabt, um bis zum Schluss im Kampf um die Podestplätze mitzumischen. Nachdem der Österreicher Dominik Baumann (25) mit einem spektakulären Überholmanöver um 19.24 Uhr erstmals die Führung übernommen hatte, brannte auch der Spanier Daniel Juncadella bei einsetzendem Regen ab etwa 2.30 Uhr nachts ein fahrerisches Feuerwerk ab und verkürzte den Rückstand auf die Spitze Runde um Runde. Bis ihm auf Rang 3 liegend früh morgens gegen 4.45 Uhr ein folgenschweres Missgeschick unterlief. „Alles lief super, das Auto war ein Traum, ich hatte noch nie bei einem Autorennen so viel Spaß. Und dann war ich nur eine Sekunde nicht voll konzentriert, und schon war’s passiert. Es tut mir unendlich leid für das gesamte Team“, haderte der DTM-Pilot mit sich selbst.

Der Mercedes-AMG GT3 erwies sich nach dem Leitplankenkontakt als vor Ort nicht zu reparieren. Womit das Abenteuer „24 Stunden Nürburgring“ für Juncadella, Baumann, Doppelstarter van der Zande und DTM-Star Edoardo Mortara (31, Schweiz) beendet war.

Riesige Resonanz bei Fans und Kunden

Obwohl der erhoffte und mögliche Podestplatz beim großen Saisonhighlight verpasst wurde, dürfen die 24 Stunden Nürburgring als Event aus Sicht von MANN-FILTER dennoch als voller Erfolg verbucht werden. Die positive Resonanz der rund 200.000 Fans rund um die Nordschleife spricht für Nahbarkeit und Effektivität des Auftritts der Premium-Marke aus Ludwigsburg. Die „MANN-FILTER Mamba“ zählt mittlerweile nicht nur auf der Nordschleife zu den echten Publikumslieblingen. Das mittlerweile traditionelle Programm „MANN-FILTER Training & Racing“ hat sich unterdessen als perfektes Kunden-Event etabliert. Rund 100 Gäste aus Deutschland, Moldawien, Bosnien, Österreich und den Niederlanden waren der Einladung in die Eifel gefolgt und erlebten dort zwei Tage voll feinster Rennaction, aber auch interessanter Produktschulungen rund um die Marke MANN-FILTER.

„Sportlich haben wir unsere eigene Erwartungshaltungen nicht erfüllen können“, sagt Jörg Engels, Director Brand Management Automotive Aftermarket bei MANN+HUMMEL. „Wir hatten uns vorgenommen, ums Podest mitzukämpfen und hätten auch das Zeug dazu gehabt. Wir waren auf Augenhöhe mit den Besten. Aber Hätte und Wäre sind Begriffe, die im Motorsport nicht zählen. Aus Marketing-Sicht ist uns zweifellos ein großer Aufschlag gelungen. Die positive Resonanz bei Kunden wie Fans war überwältigend. Unser Training & Racing-Programm als elementarer Bestandteil unserer umfangreichen Aktivierungs-Aktivitäten auf und abseits der Rennstrecke wird hervorragend angenommen. Wir werden diese Aktivitäten bei den ausstehenden Läufen zum ADAC GT Masters, aber auch im Zuge unseres Engagements im European Truck Racing Cup intensiv fortführen. Wir haben in dieser Saison noch ein umfangreiches Programm vor uns, und der Plan ist klar: Das Pech hier abhaken, Mund abwischen und beim nächsten Rennwochenende am 9./10. Juni auf dem Red Bull Ring wieder voll angreifen.“