Unser Sai­son­auf­takt des ADAC GT Mas­ters ver­lief deut­lich anders als die Jah­re zuvor. Nicht nur wegen der Coro­na-Pan­de­mie, den feh­len­den Zuschau­ern und den Schutz­mas­ken. Auch wegen der immer stär­ker wer­den­den Kon­kur­renz! So eng wie an die­sem Wochen­en­de ging es sel­ten im ADAC GT Mas­ters zu. Wir konn­ten zusam­men mit Indy Dont­je und Maxi­mi­li­an Götz zwei­mal punk­ten. Aber jetzt erst­mal der Rei­he nach:

Streng kon­trol­lier­te Pit­la­ne, geschlos­se­ne Tri­bü­nen und noch nicht mal ein Laut des Stre­cken­spre­chers. Das ers­te ADAC GT Mas­ters Wochen­en­de ver­lief eher wie ein ruhi­ger Test­tag. Ziem­lich unge­wohnt so ein stil­les Wochen­en­de. In den letz­ten Tagen ist vie­len erst­mal bewusst gewor­den, dass der sonst nor­ma­le Tru­bel die­se beson­de­re Renn­at­mo­sphä­re aus­macht. Trotz der Coro­na-Auf­la­gen waren bei­de Fah­rer und die MANN-FILTER Mam­ba natür­lich bes­tens auf­ge­legt. End­lich wie­der Racing! Aber uns stan­den eini­ge Hür­den bevor…

„Nur vier Zehn­tel hin­ter dem Schnells­ten!“ – Das engs­te ADAC GT Mas­ters Qua­li­fy­ing aller Zeiten

In den ers­ten bei­den frei­en Trai­nings mach­ten sich klei­ne Pro­blem­chen sicht­bar. Denn unse­re neue Mam­ba ist ein Update zum letzt­jäh­ri­gen Modell. Die vie­len Neue­run­gen müs­sen auch erst­mal aus­ge­tes­tet wer­den, sodass sich unse­re Fah­rer lang­sam her­an­tas­te­ten. Anfangs noch mit Motor- und Brems­pro­ble­men beleg­ten die bei­den MANN-FILTER Fah­rer Indy Dont­je und Maxi­mi­li­an Götz „nur“ den 18. Platz. Das sah im zwei­ten Trai­ning schon bes­ser aus. Eine Schlan­ge lässt sich doch nicht mit dem Mit­tel­feld ver­glei­chen! Wo kämen wir denn dahin? Also zack – dritt­schnells­te Zeit am Freitagnachmittag!

Sams­tag­mor­gen wur­de es zum ers­ten Mal ernst in die­ser Sai­son. Das Qua­li­fy­ing für den ers­ten Lauf stand bevor. Unser Nie­der­län­der straff­te die Zügel der Mam­ba und los ging es! Run­de für Run­de und immer schnel­ler. Eine gute Run­de. Noch eine Run­de bes­ser. Schnel­ler und schnel­ler. Am Ende lag er vier Zehn­tel hin­ter dem Schnells­ten - und erlang­te doch nur ledig­lich Start­po­si­ti­on 17. So eng! Das bestä­tigt auch die Aus­sa­ge von Maxi Götz: „Alle Teams sind sehr kon­kur­renz­fä­hig! Das Feld liegt so eng beieinander!“
On top: Das Qua­li­fy­ing ging in die Geschich­te des ADAC GT Mas­ters ein: Von Pole Posi­ti­on auf Start­platz zwei lagen gera­de mal 0,01 Sekun­den. So knapp war es noch nie!

Von Platz 17 auf Platz sie­ben durch­ge­schlän­gelt oder auch: Indys Raketenstart!

Start­platz 17 ist für eine MANN-FILTER Mam­ba natür­lich eine beun­ru­hi­gen­de Posi­ti­on. Schlan­gen mögen es ruhig – fern­ab von vie­lem Tru­bel. Das weiß natür­lich auch Indy. Beim Start ließ er es sich also nicht neh­men, sich nach vor­ne durch­zu­schlän­geln. Ein Rake­ten­start wie im Buche gedruckt. „Ich glau­be das war der bes­te Start, den ich je hat­te“, freu­te er sich. Bis auf Platz neun schob er sich vor. Wei­ter noch: Die MANN-FILTER Mam­ba ver­schlang noch wei­te­re Kon­kur­ren­ten, ehe die Zügel ab Renn­hälf­te an Maxi­mi­li­an Götz über­ge­ben wur­den. Der jag­te dann als gesamt Sieb­ter am Ende über die Ziel­li­nie. „Das war das Maxi­ma­le, was wir her­aus­fah­ren konn­ten“, so Dont­je. „Wir hat­ten Schwie­rig­kei­ten mit Motor und Brem­sen am Wochen­en­de. Das Auto ist neu und wir müs­sen noch etwas ler­nen. Aber wir haben Punk­te mitgenommen!“

Ein Zucker­schle­cken ist das ADAC GT Mas­ters eben nicht. Das muss­ten sich auch Fah­rer und Mam­ba eingestehen.

„Die Mam­ba wird bald zubei­ßen! Das sag ich Euch!“

Die Vor­stel­lun­gen für das ers­te Renn­wo­chen­en­de waren ganz klar ande­re. Woll­te man doch hoch hin­aus! Podi­um war das Ziel! Also klemm­te sich Maxi Götz am Sonn­tag hin­ters Steu­er des Mer­ce­des-AMG GT3 Evo. Das zwei­te Qua­li­fy­ing stand an. Prompt erlang­te er Start­rang elf. Wie­der ein Start­platz im Gemen­ge. Schwie­rig auf einer Stre­cke wie dem Lau­sitz­ring. Denn dort kann man kaum überholen.
Beim Start noch­mal Voll­gas. Alles aus der Schlan­ge her­aus­quet­schen, was geht. Es reicht für wei­te­re acht Meis­ter­schafts­punk­te und Platz acht in der Gesamt­wer­tung. „Es war ein Wochen­en­de, wie wir es uns nicht so vor­ge­stellt haben“, so der leicht ent­täusch­te Schlan­gen­bän­di­ger Maxi­mi­li­an Götz. „Wir wer­den unser Ziel aber nicht aus den Augen ver­lie­ren. Die Kon­kur­renz ist hart, das wis­sen wir. Aber wir sind ein gutes Team. Wir wer­den ana­ly­sie­ren und uns voll auf das nächs­te Renn­wo­chen­en­de kon­zen­trie­ren.“ Sei­ne Kampf­an­sa­ge: „Die Mam­ba wird bald zubei­ßen! Das Sag ich Euch!“

Und damit wird er wohl recht behal­ten. Denn eine MANN-FILTER Mam­ba gibt sich nicht mit Platz sie­ben und acht zufrie­den­ge­ben. Oh nein! Da wird in die­ser Sai­son noch eini­ges kommen!

Ohne Fans ganz ruhig – Motor­sport ein­mal anders

Was an die­sem Wochen­en­de ganz klar gefehlt hat: Die Zuschau­er. Ohne das Jubeln auf den Tri­bü­nen und den vol­len Auto­gramm­stun­den wirk­te das gan­ze Spek­ta­kel eher wie ruhi­ge Test­ta­ge. Einer­seits für Fah­rer und Teams ent­span­nend, ande­rer­seits fehl­te das gewis­se Flair. Das ver­miss­te auch Indy Dont­je am Wochen­en­de: „Die Pit­la­ne war zu, nie­mand durf­te rein. Das Wochen­en­de war anders als alle zuvor. Trotz­dem war es schön wie­der im Auto zu sit­zen.“ Und auch Maxi Götz hat tref­fen­de Wor­te für das unge­wöhn­li­che Wochen­en­de unter stren­gen Coro­na-Auf­la­gen: „Die Stim­mung war etwas anders im Fah­rer­la­ger. Man hat kei­nen Stre­cken­spre­cher gehört, kei­nen Applaus. Ich hof­fe, dass die Fans bald wie­der kom­men dürfen.“

Das hof­fen wir auch! Ohne Euch ist es nicht das Gleiche!

Schaut Euch unser offi­zi­el­les Review-Video an: