Maxi Buhk und Indy Dontje fahren im Sonntagsrennen als bestes Mercedes-Duo auf den siebten Platz.

Dass selbst bei der enormen Leistungsdichte im ADAC GT Masters auch nach einem nicht optimal gelaufenen Qualifikationstraining noch einiges möglich ist, bewies die gelb-grüne MANN-FILTER Mamba des Mercedes-AMG Team HTP Motorsport im insgesamt neunten Wertungslauf der Saison auf der 3,7 Kilometer langen Kurzanbindung des Nürburgrings. Aus der neunten Startreihe ins einstündige Samstagsrennen gegangen, lief der Mercedes-AMG GT3 von Indy Dontje und Marvin Kirchhöfer am Ende auf Rang 12 ein und verpasste damit die Punkteränge.Sehr schwierig begann das Rennen für unseren MANN-FILTER-Mercedes mit der Nummer 48. Startfahrer Indy Dontje wurde in der engen ersten Kurve im Getümmel eingeklemmt und kehrte nur als Achtzehnter aus der ersten Runde zurück. Der 24-jährige Niederländer blieb bis kurz vor Schließung der Boxengasse auf der Strecke, bevor er an seinen Partner Marvin Kirchhöfer übergab. Der 23-Jährige aus Leipzig lieferte sich bis zur Zielflagge herzhafte Raufereien im Pulk und brachte die „MANN-FILTER-Mamba“ auf Rang 12 ins Ziel, womit Dontje/Kirchhöfer die Punkteränge nur knapp verpassten.

„Es war ein solides Rennen“, berichtete Dontje. „Leider kam uns im Qualifying der Regen in die Quere. Von Startplatz 18 aus ist es immer schwierig. Nach dem Start war ich außen und blieb etwas im Getümmel stecken, nachdem sich einige Autos innen gedreht hatten. Unser Renntempo war dann aber sehr gut, ich konnte Boxenstopp-bereinigt auf P14 übergeben und Marvin noch zwei Positionen gutmachen. Mit Rang 12 können wir angesichts der Umstände zufrieden sein.“ HTP-Teamchef Norbert Brückner lobte die Aufholjagden seines Fahrerquartetts, legte aber auch den Finger in die Wunde: „Die Jungs haben im Rennen bewiesen, dass unser Paket das Potenzial gehabt hätte, um ganz vorne reinzufahren. Aber dazu muss man dieses Potenzial eben schon im Zeittraining abrufen. Der Regen hat uns etwas auf dem falschen Fuß erwischt. Dennoch: Das starke Rennen heute gibt uns viel Selbstvertrauen für den zweiten Lauf. Wenn wir morgen früh das Qualifying hinbekommen, sehe ich durchaus Chancen auf ein Topergebnis.“

 

Erneut war es das Qualifikationstraining, das im hochklassigen Wettbewerb der „Liga der Supersportwagen“ eine mitentscheidende Rolle beim Sonntagsrennen spielte. Maximilian Buhk und Indy Dontje sammelten im zweiten Lauf des ADAC GT Masters von Startplatz 10 aus erneut Punkte für das MANN-FILTER Team HTP Motorsport. Für Maxi Buhk kam die Berufung an den Nürburgring extrem kurzfristig. Nachdem die Rennleitung aus disziplinarischen Gründen eine Sperre gegen Marvin Kirchhöfer verhängt hatte, beorderte die HTP-Truppe den ansonsten in der Blancpain GT Series für die Altendiezer fahrenden Hamburger in die Eifel. Der 24-Jährige löste die Aufgabe mit Bravour, stellte den Mercedes-AMG GT3 am Sonntagmorgen in die fünfte Startreihe und blieb in einem souverän vorgetragenen Startstint bis kurz vor Schließung des Boxenstoppfensters auf der Strecke, bevor er die gelb-grüne „MANN-FILTER-Mamba“ an Teamkollege Dontje übergab. Der späte Stopp zahlte sich aus: Als Achter preschte der 24-jährige Niederländer zurück auf die Strecke und machte bis ins Ziel eine weitere Position gut.

„Ich denke, wir können zufrieden sein“, erklärte Buhk. „Das Qualifying lief mit Platz 10 als bester Mercedes schon ganz gut. Im Rennen wollte ich einfach solide durchfahren, nichts kaputtmachen und mithelfen, dass Indy gut punkten kann. Mit Rang 7 insgesamt und dem dritten Platz in der Junior-Wertung ist uns das gut gelungen. Und generell gibt es ja eindeutig Schlechteres, als an einem Sonntag ein Autorennen zu fahren. Von daher bin ich natürlich sehr gerne eingesprungen.“    HTP-Teamchef Norbert Brückner lobte vor allem den kurzfristigen Einsatz seines Blancpain-Piloten Buhk: „Maxi hat spontan alles stehen und liegen lassen und ist an den Nürburgring gefahren, um uns zu unterstützen. Und wie kaum anders zu erwarten, hat er es klasse gemacht. Auch Indy hat wieder einen Superjob abgeliefert und das Auto unter großem Druck als besten Mercedes ins Ziel gefahren. Generell haben wir uns hier mit dem Qualifying etwas schwergetan. Die Gründe dafür müssen wir sehr genau analysieren, denn bei der Leistungsdichte im ADAC GT Masters kann man sich schlechte Startpositionen einfach nicht leisten.“   Die sechste und vorletzte Saisonveranstaltung der „Liga der Supersportwagen“ steigt vom 15. bis 17. September auf dem Sachsenring unweit von Chemnitz, bevor eine Woche später am 23. Bis 24. September das große ADAC GT Masters Saisonfinale auf dem Hockenheimring stattfindet.