Podium in der Junior-Wertung für MANN-FILTER Team HTP

von Jörg Engels| 2018-05-08T09:24:32+00:00 28. April 18|

Das MANN-FILTER Team HTP feiert Position 4 durch Dontje/Buhk beim ersten Wertungslauf des ADAC GT Masters in Most/CZ.

Das MANN-FILTER Team HTP hat im Samstags-Rennen der zweiten Saisonveranstaltung des ADAC GT Masters 2018 im tschechischen Most einen Podestplatz um Haaresbreite verpasst. Indy Dontje (25, Niederlande) und sein Teamkollege Maximilian Buhk (25, Dassendorf) sicherten sich im Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 48 als Viertplatzierte und bestes Mercedes-Team wichtige Punkte für die Meisterschaft und fuhren in der Junior-Wertung auf den zweiten Rang. Viel Pech hatten dagegen ihre Stallgefährten Markus Pommer (27, Neckarsulm) und Maximilian Götz (32, Uffenheim), die das Schwesterauto mit der Nummer 47 kurz nach Rennhalbzeit mit Getriebeproblemen abstellen mussten.

Schon im morgendlichen Qualifying auf der 4,2 Kilometer langen Piste unweit der deutschen Grenze hatte sich einmal mehr eine enorme Leistungsdichte im 34 Fahrzeuge umfassenden Teilnehmerfeld des ADAC GT Masters abgezeichnet. Markus Pommer fehlte auf Startplatz 4 mit rund sechs Hundertstelsekunden deutlich weniger als ein Wimpernschlag zur Pole Position. Indy Dontje stellte seinen Mercedes mit einem Rückstand von nur 0,34 Sekunden auf Startplatz 9.

Nach dem turbulenten Start, bei dem Pommer zwei Positionen verlor und Dontje zwei Ränge gutmachte, hielten die beiden gelb-grünen „MANN-FILTER-Mambas“ bis zum Pflichtboxenstopp souverän die Positionen 6 und 7. Durch einen perfekt getimten und durchgeführten Fahrerwechsel von Dontje auf Buhk machte das niederländisch-deutsche Duo nicht weniger als drei Positionen gut und schob sich an die vierte Stelle, während Götz nach der Ablösung von Pommer den sechsten Rang hielt. In der Folge setzte Buhk den vor ihm fahrenden Porsche von Mathieu Jaminet unter großen Druck, während Götz Vordermann Jens Klingmann im BMW angriff. Wenig später rollte der Mercedes mit der 47 auf der Start/Ziel-Geraden aus. „Ich konnte plötzlich nicht mehr schalten“, erklärte Götz enttäuscht. „Sehr schade, bis dahin lief es super. Mit einer schnellen Out-Lap nach dem Stopp kam ich an Scheiders BMW vorbei, hing aber dann hinter dem von Klingmann fest. Ich glaube, wir hätten noch gut vorfahren können, dann trat leider das Problem auf.“

Buhk biss sich derweil bis ins Ziel die Zähne an dem vor ihm fahrenden Porsche aus. „Ich hätte klar schneller fahren können, doch auf der langen Start/Ziel-Geraden kam ich nie dicht genug heran. Und ich wollte keine unnötigen Risiken eingehen und womöglich wertvolle Punkte wegwerfen“, meinte Buhk, der dennoch mit der Vorstellung der Nummer 48 einverstanden war: „Wenn man bedenkt, dass wir aus der fünften Startreihe gekommen sind, ist der vierte Rang ein prima Ergebnis. Morgen früh werde ich alles geben, um im zweiten Lauf möglichst weit vorne starten zu können. Dann ist mit unserem Mercedes-AMG GT3, der auf dieser Strecke erwartungsgemäß sehr gut funktioniert, alles möglich.“

Auch Kollege Dontje war guter Dinge: „Ich hatte einen guten Start, geriet dann aber in einen D-Zug praktisch gleich schneller Fahrzeuge, in dem ich nicht viel mehr tun konnte, als meine Position zu halten. Unsere Strategie war aber super. Nachdem die Autos vor mir zum Stopp abgebogen waren, hatte ich freie Bahn und konnte richtig angreifen. Zu unserer eigenen Überraschung kam Maxi nach unserem Fahrerwechsel auf Platz 4 raus. Und der zweite Rang in der Junior-Wertung war auch ein schönes Ergebnis. Let’s rock tomorrow!“

HTP-Teamchef Norbert Brückner kommentierte das erste Rennen der „Liga der Supersportwagen“ in Most mit gemischten Emotionen: „Wenn man ein Auto direkt nach dem Start und ein weiteres kurz nach Rennhalbzeit verliert, kann man nicht rundum zufrieden sein. Andererseits haben wir bewiesen, dass wir mit dem Mercedes-AMG GT3 voll konkurrenzfähig sind. Mit einer gelungenen Strategie haben wir Indy und Maxi auf den vierten Platz nach vorne gebracht, angesichts der guten Rennpace beider MANN-FILTER-Autos war das Podest absolut in Reichweite. Das stimmt uns alle optimistisch für den zweiten Durchgang morgen.“