Eine Veranstaltung auf dem Circuit Park Zandvoort – das ist nicht nur Motorsport, das ist auch ein bisschen Urlaub. Denn unmittelbar neben der im Jahre 1948 erbauten Traditionsrennstrecke lädt der Nordseestrand zum Baden, Surfen oder Spazierengehen ein, während nur einen Steinwurf entfernt die Motoren heulen. Und weil die vierte Saisonveranstaltung des ADAC GT Masters in Zandvoort nicht nur das Ende der zweimonatigen Sommerpause, sondern auch den Beginn der spannenden Schlussphase des ADAC GT Masters 2019 markiert, sind die Teams besonders heiß auf das bevorstehende Rennwochenende im niederländischen Seebad.

Das MANN-FILTER Team HTP hat nach einem durchwachsenen Start in die Saison mittlerweile Fahrt aufgenommen: Der zweite Rang im Sonntagsrennen auf dem Red Bull Ring brachte Maximilian Götz  und Indy Dontje im Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 47 wieder in Schlagdistanz zur Tabellenspitze. 44 Punkte trennen die Viertplatzierten von den Gesamtführenden – kein Kinderspiel, aber bei insgesamt 200 noch zu vergebenden Zählern auch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Zumal auch in der Teamwertung noch alles offen ist: 38 Punkte Rückstand trennen uns aktuell von der Titelverteidigung der Teammeisterschaft.

Neben Punkten wollen Philip Ellis und Fabian Vettel in ihrer ersten gemeinsamen Saison vor allem möglichst viel Erfahrung und gute Einzelergebnisse sammeln. Und anders als beispielsweise die Rennstrecke in Most ist der Circuit Park Zandvoort bei der Besatzung der MANN-FILTER Mamba mit der Nummer 48 bereits bekannt. Zudem ist für Fabi Vettel in der Juniorwertung des ADAC GT Masters noch alles offen: Mit 19,5 Zählern Rückstand liegt der aktuell Sechstplatzierte vor den Wertungsläufen 7 und 8 in unmittelbarer Schlagdistanz.

Umso interessanter ist es also, einmal einen Blick darauf zu werfen, was uns beim bevorstehenden Rennwochenende in den Niederlanden erwartet. Die Charakteristik der 4,3 Kilometer langen, in die Dünenlandschaft eingebetteten Naturrennstrecke – eine der letzten ihrer Art in Europa – sollte dem abtriebsstarken Mercedes-AMG GT3 gut munden. Im Vorjahr ging die bestplatzierte Mamba am Samstag aus der dritten und am Sonntag sogar aus der ersten Startreihe ins Rennen. Und das ist durchaus wichtig in Zandvoort, denn Überholen ist auf der anspruchsvollen Rennstrecke mit ihrem aggressiven Fahrbahnbelag, auf dem auch der Reifenverschleiß zu einem zentralen Thema werden wird, und ihren vielen mittelschnellen und schnellen Kurven eine echte Kunst – insbesondere in einem Teilnehmerfeld von rund 30 GT3-Boliden, von denen im Qualifying meist 20 oder mehr innerhalb von einer Sekunde liegen.

„Zandvoort ist eine echte Fahrerstrecke, richtig old-school, mit einigen Mutstellen, wenig Auslauf und tiefen Kiesbetten“, freut sich Lokalmatador Indy Dontje. „Ein gut balanciertes Rennauto ist hier entscheidend, auch in Hinblick auf den Reifenverschleiß, der auf dem rauen Asphalt vergleichsweise hoch ist. Die Strecke müsste dem Mercedes-AMG GT3 liegen. Unser Auto baut viel Abtrieb auf und geht schonend mit den Reifen um, was vor allem im zweiten Stint nach dem Fahrerwechsel ein wichtiger Faktor sein kann. Mitentscheidend wird wie immer das Qualifying sein. Wer in den ersten drei, vier Reihen steht, hat Aussichten aufs Podium, dahinter wird’s richtig schwierig, weil Überholen in Zandvoort und bei dieser brutalen Leistungsdichte sehr, sehr schwierig ist. Für Max und mich wird es darum gehen, möglichst gut zu punkten, um in der Meisterschaft den Kontakt zur Spitze zu halten und den Rückstand, wenn möglich, zu verringern. Der zweite Rang auf dem Red Bull Ring hat der ganzen Mannschaft natürlich richtig Auftrieb gegeben, zumal die Rennstrecken, die uns am besten liegen, ja noch kommen – angefangen mit Zandvoort. Ich hoffe, wir bekommen ein fehlerfreies Wochenende hin… Dann sollte einiges möglich sein.“

Die komplette Rennaction aus Zandvoort wird wie immer live und in voller Länge auf dem Sportsender SPORT1 übertragen. Der Start zum ersten einstündigen Rennen mit Fahrerwechsel findet am Samstag um 14.45 Uhr statt, Wertungslauf 2 beginnt sonntags bereits um 13.05 Uhr. Auch online könnt ihr beide Rennen wie gewohnt live streamen – auf der ADAC GT Masters Facebookseite werden zudem auch beide Qualifyings (Samstag 8:50 Uhr und Sonntag 9:00 Uhr) live übertragen.

Es ist alles offen im ADAC GT Masters 2019 – wir freuen uns rieisig auf die zweite Saisonhälfte und den Motorsport-Kurzurlaub am niederländischen Strand!