Wer hätte das gedacht? Kaum hat sich unser Luci zum GT4 Europameister gekürt, kommt schon der nächste Hammer! Auf dem Hockenheimring durfte der schnelle Mini-Mamba Fahrer zusammen mit Marcus Paverud den Siegespokal des zweiten Laufs in die Höhe strecken. Wir fassen das Wochenende zusammen:

Enttäuschung im ersten Lauf – Podium nur knapp verfehlt

Der gebürtige Heilbronner Luci Trefz ist sozusagen auf dem Hockenheimring aufgewachsen. Das vorletzte Rennwochenende der ADAC GT4 German war daher Heimspiel für unser jüngstes MANN-FILTER Familienmitglied. Trotzdem lief erst mal einiges nicht wie geplant. „Wir waren im Training zwar schon gut mit dabei. Aber eher im Mittelfeld. Und wir wären doch so gerne unter den ersten Fünf gewesen! Wir hatten leider kein gutes Gefühl.

Am Samstag startete Luci von Position sieben ins erste Rennen. Doch schon kurz nachdem die Ampeln auf Grün schalteten, musste auch schon das Safety Car ausrücken. Ein gegnerisches Fahrzeug musste geborgen werden, was über eine Viertelstunde in Anspruch nahm. Nach dem Restart gab die kleine Schlange dann ordentlich Gas und rauschte am Vordermann vorbei. Aufgrund Lucis schneller Rundenzeit im Mercedes wurde den Fahrerwechsel so spät wie möglich vollzogen. Als Leipert Motorsport-Fahrer Marcus Paverud schlussendlich das Steuer übernahm, lag er auf Platz vier und konnte wenig später sogar den dritten Rang einnehmen. Da wurde gejubelt! Bisher lag man in keinem Rennen zuvor auf Podiumskurs – und jetzt war der Pokal zum Greifen nahe! Doch die Rechnung hatten die beiden MANN-FILTER Piloten leider ohne den Hintermann gemacht. Noch in der letzten Kurve setzt der zum Überholen an – und gewann das Duell. „Ich war richtig enttäuscht! Es lief doch so gut für uns und der Speed war da! Und dann nur Platz vier…“ Doch Luci tröstete sich: Immerhin gab es viele Punkte für die Beiden.

„In meinem Heimrennen wollte ich unbedingt aufs Podium“

Der Hockenheim zeigte sich am Sonntag von seiner schönsten, spätsommerlichen Seite: Sonne satt und vom Sonnenbrand gezeichnete Fans auf den Tribünen. Für Luci eine große Motivation! Immerhin waren Freunde und Familie mit vor Ort, um unseren Mini-Mamba Fahrer auf seiner Heimstrecke zu unterstützen.

Marcus Paverud erzielte im morgendlichen Qualifying die zehnte Startposition. Nach dem Startschuss schlängelte sich unsere giftige gelb-grüne Babymamba schnell durch. Platz neun, Platz acht – am Ende lag Paverud sogar auf Rang fünf, und das nach nur wenigen Runden! Ein schneller Stopp und schon fand sich Luci  hinterm Steuer der Giftschlange – dank einer cleveren Rennstrategie von den Profis des Leipert Motorsport Teams sogar in Feldführung liegend! „Ich wusste auf was es ankommt“, so der Routinier. „Ich nutzte die freie Fahrt und schloss schnell wieder nach vorne auf. Ich war sehr angespannt. Mir war klar, dass es jetzt um Alles geht.“ Doch Luci hielt dem Druck stand. Fast zehn Sekunden Vorsprung baute er sich auf die Konkurrenz auf. Doch das Rennen einfach so zu Ende zu fahren wäre ja fast schon langweilig. Als das Safety Car kurzfristig auf die Strecke geschickt wurde, rückte das Feld zusammen. Nach dem Restart standen nur noch zwei Rennrunden auf der Tafel. „Ich wusste: Jetzt kann alles passieren. Ich hatte 25 Fahrzeuge hinter mir, die alle am liebsten gewinnen wollten. Ich hatte den größten Druck und wollte nichts verlieren. In meinem Heimrennen wollte ich unbedingt aufs Podium!“ Und er schaffte es! Die Mamba verschaffte sich ordentlichen Respekt. Als die Zielflagge geschenkt wurde, feierte das Team bereits und eilte Luci freudestrahlend entgegen. Der erste Laufsieg in der ADAC GT4 Germany für Luci und die MANN-FILTER Mini-Mamba!

Luci konnte das Glück kaum in Worte fassen: „Ich war mega glücklich! Wir hatten so viel Pech in der Saison und das war jetzt ein super Aufstieg für uns.

In der Meisterschaft liegen Luci und Marcus nun auf Rang vier und Luci liegt zudem auf Platz drei in der Juniorenwertung. Für die letzten beiden finalen Rennen ist also noch alles offen. „Am Sachsenring müssen wir mit voller Konzentration nochmal richtig punkten.
In weniger als 14 Tagen heißt es nämlich auch in der ADAC GT4 Germany Saison 2019 zum letzten Mal „Fahrer, starten Sie die Motoren!“ beim Saisonfinale vom 26.-29.09.2019 am Sachsenring.