Das ADAC GT Masters am Sachsenring: Endspurt im Kampf um den Titel

von Julia Remmele| 2018-10-09T11:41:06+00:00 06. September 18|

Im ADAC GT Masters 2018 stehen dem MANN-FILTER Team HTP nun die beiden letzten Rennwochenenden bevor. Als Tabellenführer in Team- und Fahrerwertung (#47, Götz/Pommer) und Tabellenfünfter (#48, Dontje/Buhk) geht es für unsere gelb-grüne Mannschaft jetzt um alles.

Im niederländischen Zandvoort konnten Maximilian Götz und Markus Pommer in der MANN-FILTER-Mamba # 47 mit den Schlussrängen 6 und 4 die Tabellenspitze der Gesamtwertung des ADAC GT Masters 2018 erobern – und haben sich damit eine gute Ausgangslage im Endspurt um den Titel verschafft. Mit 105 Punkten führen sie aktuell mit acht Zähler Vorsprung auf die Zweitplatzierten.

„Der Vorsprung ist nicht üppig, dennoch ist es ein gutes Gefühl, als Tabellenführer an den Sachsenring zu reisen. Wir müssen die Gesamtsituation im Hinterkopf behalten, dürfen uns aber nicht verrückt machen lassen“, weiß Götz, der als Champion des ADAC GT Masters 2012 nicht zum ersten Mal in dieser Situation steckt. Sein Rezept: „Einfach weitermachen wie bisher. Sobald du im Auto sitzt, geht es ohnehin nur noch darum, das Maximum herauszuholen. Wichtig wird es sein, das Wochenende mit freiem Kopf anzugehen und auf die eigenen Stärken zu vertrauen. Auch wenn das Sachsenring-Wochenende sicher richtungsweisend sein wird. Ich hoffe, es gelingt uns, eine gute Ausgangslage fürs Saisonfinale zu legen. Denn der Hockenheimring wird vermutlich eher nicht unsere Paradestrecke sein.“

Technisch, so Götz, sei man für die 3,6 Kilometer lange, sehr kurvenreiche Berg- und Talbahn bei Hohenstein-Ernstthal gut aufgestellt: „Dank seines hohen Abtriebsniveaus sollte der Mercedes-AMG GT3 gut funktionieren. Das HTP-Team hat nicht zuletzt mit dem Sieg im vergangenen Jahr bewiesen, dass für den Sachsenring eine gute Basis vorhanden ist. Ich selbst bin dort in der ersten Startreihe gestanden. Andererseits sind wir von der neuen Balance of Performance mit 15 Kilogramm Zusatzgewicht bedacht worden, die sich sicherlich bemerkbar machen werden. Wie immer kommt der Startposition mitentscheidende Bedeutung zu: Stehst du in den ersten beiden Reihen, hast du alle Möglichkeiten. Geht das Qualifying daneben, wird’s knifflig.“

Auch für Indy Dontje und Maximilian Buhk im Schwesterauto mit der # 48 ist noch alles möglich: Die Nürburgring-Sieger liegen derzeit mit 48 Punkten Rückstand auf ihre Teamkollegen auf Rang 5 – 100 Zähler sind bei den ausstehenden vier Rennen des ADAC GT Masters noch zu vergeben. „Wir haben nichts mehr zu verlieren“, betont Buhk. „Wir werden versuchen, vier Mal möglichst weit vorne zu landen. Und dann schauen wir auf die Tabelle.“

In der Teamwertung hat das MANN-FILTER Team HTP mit 34 Punkten Vorsprung auf die nächstplatzierten Verfolger aktuell gute Karten. Dennoch rückt HTP-Teamchef Norbert Brückner die Prioritäten gerade: „Schon jetzt nur an die Tabelle zu denken wäre kontraproduktiv. Wir müssen die vier noch zu fahrenden Rennen angehen wie jedes andere auch – hoch konzentriert und im Bemühen, möglichst wenige Fehler zu machen. Bei der enormen Leistungsdichte im ADAC GT Masters geht es gar nicht anders, wenn man vorne mitfahren möchte. Gleichzeitig ist aber auch Rennintelligenz gefordert.“

Achtung: Das einstündige Rennen mit Pflichtboxenstopp startet am Samstag ausnahmsweise erst um 15.00 Uhr; am Sonntag heulen wie gewohnt um 13.05 Uhr die Motoren. Beide Rennen könnt ihr live auf SPORT1 oder im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport oder youtube.com/adac verfolgen.

Die Pressemitteilung von HTP Motorsport könnt ihr hier nachlesen: https://htp-motorsport.de/2018/09/05/richtungsweisendes-wochenende-in-sachsen/