Unser aktu­ell jüngs­ter Schlan­gen­bän­di­ger, der 17-jäh­ri­ge Luci Trefz, hat beim letz­ten ADAC GT4 Ger­ma­ny Ren­nen knapp das Podi­um im ers­ten Lauf ver­passt – dafür aber wert­vol­le Punk­te gesam­melt! Wir las­sen sein Renn­wo­chen­en­de Revue pas­sie­ren:

Für Fah­rer und Teams der ADAC GT4 Ger­ma­ny bedeu­te­ten die bei­den Läu­fe auf dem Nür­burg­ring viel Stress, denn nach dem letz­ten Renn­wo­chen­en­de in Zand­vo­ort blie­ben gera­de mal fünf Tage Vor­be­rei­tungs­zeit! Vie­le Fahr­zeu­ge konn­te bis dahin gar nicht rich­tig auf Stand gebracht wer­den und zahl­rei­che Mecha­ni­ker leg­ten Nacht­schich­ten ein. Wer dar­in geübt ist? Die pro­fes­sio­nel­le Mann­schaft von Lei­pert Motor­sport, die unse­re Mini-Mam­ba bes­tens vor­be­rei­tet hat­te!

Schnel­le Mini-Mam­ba: Im Qua­li­fy­ing unter den fünf Schnells­ten

Obwohl Luci in die­sem Jahr schon ein­mal auf dem Nür­burg­ring war – aller­dings mit der GT4 Euro­pean Seri­es – war die Stre­cke die­ses Mal wie­der neu für ihn. „Wir fah­ren zwar auf der glei­chen Stre­cke, aber ein ande­res Lay­out“, so unser jüngs­tes Renn­ta­lent. „Es war eine neue Erfah­rung für mich.“ Hin­zu kamen die erschwer­ten Wet­ter­be­din­gun­gen. Unwet­ter­war­nun­gen mach­ten sich breit, um Teams und Zuschau­er vor hef­ti­gen Sturm­bö­en und Regen­schau­ern zu bewah­ren. Der Frei­tag wur­de wie gewohnt zum Trai­nings­tag aller Pilo­ten. In bei­den Ses­si­ons plat­zier­te Luci die MANN-FILTER Mam­ba im vor­de­ren Drit­tel.

Im Qua­li­fy­ing hat für Luci dann alles gepasst. Das Set­up vom Team war her­vor­ra­gend, die klei­ne Schlan­ge fühl­te sich pudel­wohl und Luci hat­te sich die neue-alte Stre­cke gut ein­ge­prägt. „Ich bin raus­ge­fah­ren und hab eine sehr gute Run­de hin­be­kom­men“, beschreibt er im Nach­gang. „Ich hab dann aber in mei­nem Dash­board gese­hen, dass ich eine noch bes­se­re Run­de hin­be­kom­men kann.“ Also ganz klar: Ein­mal „Pedal to the metal“ bit­te. Aber die Rech­nung hat­te er wohl ohne die Kon­kur­renz gemacht: „Ich bin auf ein lang­sa­mes Fahr­zeug auf­ge­lau­fen. Der hat dann gemeint, sich ein Ren­nen mit mir zu lie­fern. Also konn­te ich nicht vor­bei­ge­hen“ – Aber immer­hin: Platz fünf für den ers­ten Lauf. Klas­se, Luci!

Zehn Sekun­den, die das Podi­um ent­schei­den kön­nen

„Fah­rer, star­ten Sie die Moto­ren!“ hieß es am Sams­tag­nach­mit­tag, als es in den ers­ten Lauf ging. Luci war hin­ter dem Steu­er des Mer­ce­des-AMG GT4 in bes­ter Renn­lau­ne. Kaum schal­te­te die Ampel auf Grün, war die Mini-Mam­ba auch schon im Speed-Modus. Zack – und auf Platz drei! „Ich war dann hin­ter einem McLa­ren. Es hat ewig gedau­ert, bis ich da vor­bei­kam“, so Luci. Aber auch den pack­te er und setz­te sich gekonnt auf Lau­er­po­si­ti­on hin­ter den Feld­füh­ren­den. Lang­sam schloss er nach vor­ne auf – doch dann pas­sier­te es: „Es kam ein ande­res Auto aus der Boxen­gas­se. Das hat mich blo­ckiert und aus­ge­bremst.“ Luci ver­lor zwei Posi­tio­nen. Groll mach­te sich breit. Und dann über­hol­te auch noch ein BMW! „Das war so mies. So eine schlech­te Run­de. Ich habe mich so sehr über mich selbst geär­gert!“ – Also gab er noch­mal rich­tig Gas und über­hol­te den BMW wie­der, noch bevor er zum Fah­rerwech­sel an der Box ankam. Mor­gan Haber stieg ein und manö­vrier­te die MANN-FILTER Baby-Mam­ba als Vier­ter über die Ziel­li­nie – nur zehn Sekun­den hin­ter dem Dritt­plat­zier­ten.

Wet­ter­cha­os und Regen­schau­er – Luci kommt am Sonn­tag gar nicht erst zum Fah­ren

Der Sonn­tag ist ver­gleichs­wei­se schnell in Wor­te gefasst: Mor­gan Haber star­te­te am Sonn­tag­nach­mit­tag ins zwei­ten Ren­nen. Von Platz 13 ging es erst nach vor­ne, ehe er sich ver­brems­te und zurück­fiel. Als er dann ver­bis­sen wie­der nach vor­ne kom­men woll­te, krach­te ihm auch noch ein ande­res Auto hin­ten rein. Wirk­lich scha­de! „Der Küh­ler vor­ne war kaputt und wir konn­ten kein Risi­ko mehr ein­ge­hen“, so Luci, der dar­auf­hin gar nicht erst ins Fahr­zeug stieg. „Wir hät­ten sonst einen Motor­scha­den bekom­men und das woll­ten wir nicht.“

Ärger­lich! Denn damit fällt der 17-Jäh­ri­ge auf Platz fünf in der Junior­wer­tung zurück. Aber noch gibt es kei­nen Grund zum Auf­ge­ben, denn vier ADAC GT4 Ger­ma­ny Ren­nen ste­hen ja noch an. Zuerst folgt aller­dings der nächs­te und letz­te Lauf der GT4 Euro­pean Seri­es Ende August (30.08.-01.09.2019). Und hier geht’s für Luci um den Klas­sen­sieg!

Was Luci in die­ser Zeit macht? Er übt für sei­nen Füh­rer­schein. Denn auf Deutsch­lands Stra­ßen darf er aktu­ell noch nicht fah­ren…