Alles auf Angriff beim Saisonfinale des ADAC GT Masters am Hockenheimring

von Julia Remmele| 2018-10-09T11:37:35+00:00 21. September 18|

Beim großen Showdown des ADAC GT Masters 2018 in Hockenheim geht es für das MANN-FILTER Team HTP gleich um zwei Meistertitel.

Nach einem enttäuschenden vorletzten Rennwochenende des ADAC GT Masters am Sachsenring heißt es für das MANN-FILTER Team HTP jetzt Kopf hoch, nach vorne schauen, Kräfte sammeln und mit voller Konzentration beim Saisonfinale am Hockenheimring angreifen. Denn zwei unverschuldete Kollisionen hatten Maximilian Götz und Markus Pommer im Mercedes-AMG GT3 mit der # 47 vor zwei Wochen eine Nullnummer und damit den Verlust der Gesamtführung beschert. 

„Da hilft nur eines: einen Haken dahinter machen“, sagt Markus Pommer. „Beide Kollisionen entstanden aus Rennsituationen, wie sie eben vorkommen können. Hat man Glück, kommt man ungeschoren davon, hat man Pech, knallt’s halt. Natürlich waren die beiden Nuller und der Verlust der Tabellenspitze enttäuschend. Auf der anderen Seite liegen wir nur vier Punkte zurück, und beim Finale sind noch 50 Punkte zu vergeben. Um die wollen und werden wir kämpfen. Zusammenzählen können wir dann am Sonntagabend. Verloren ist noch gar nichts.“

Doch es gibt auch Grund zum Grübeln: „In diesem großen Teilnehmerfeld von rund 35 Fahrzeugen ist es unheimlich schwierig, im Qualifikationstraining eine freie Runde zu erwischen. Dieses Traffic Management habe ich auf dem Sachsenring nicht gut hinbekommen, woraus nur der 13. Startplatz resultierte. Wenn man sich anschaut, dass ich meine Bestzeit in der elften Runde gefahren bin, als die Reifen schon ziemlich abgefahren waren, und mir trotzdem nur drei Zehntel auf die Pole Position gefehlt haben, dann kann man hochrechnen, wo ich hätte stehen können – nämlich ganz vorne.“

Auch wenn die Streckencharakteristik des Hockenheimrings dem Mercedes-AMG GT3 auf den ersten Blick nicht auf den Leib geschneidert zu sein scheint, sieht Pommer für sein Heimrennen durchaus gute Aussichten für sich und seine Teamkollegen: „Der verglichen mit dem Vorjahr kleinere Luftmengenbegrenzer ist der Höchstgeschwindigkeit natürlich nicht zuträglich. Und der Hockenheimring weist einen hohen Vollgasanteil auf. Andererseits ist unser Mercedes-AMG GT3 dank seines hohen Abtriebs sehr gut beim Anbremsen und im kurvenreichen Motodrom, und dank des bärigen Drehmoments des 6,2-Liter-V8 kommen wir auch gut aus den Ecken heraus. Wir werden sehen. Auch die anderen müssen einen perfekten Job machen, wenn sie Meister werden wollen. Nach den Ereignissen vom Sachsenring haben wir eben nun nicht die Möglichkeit, einen Vorsprung zu verwalten, sondern müssen mehr Risiko gehen und voll attackieren. Und das werden wir auch tun.“

Auch Maximilian Buhk und Indy Dontje zählen in der MANN-FILTER Mamba # 48 zu den insgesamt 15 Piloten im Feld, die noch mathematische Titelchancen besitzen. Allerdings sind diese angesichts von 40 Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze eher theoretischer Natur: „An den Fahrertitel verschwende ich keinen Gedanken. Wir werden versuchen zwei saubere Rennen hinzulegen und so viele Punkte wie möglich mitzunehmen, dann sehen wir weiter. Und auch wenn es bei uns keine Stallorder gibt, ist natürlich klar, dass wir unseren Teamkollegen helfen werden, sofern das mit fairen Mitteln möglich ist. Außerdem geht es ja auch noch um die Teamwertung, die wir unbedingt für das MANN-FILTER Team HTP einfahren wollen“, sagt Maxi Buhk.

In der Teamwertung startet das MANN-FILTER Team HTP mit 34 Punkte Vorsprung auf die Zweitplatzierten ins große Finale. „Natürlich möchten wir gerne beide Meistertitel ergattern. Aber ständig daran zu denken, wäre ein Fehler“, sagt HTP-Teamchef Norbert Brückner. „Im Gegenteil: Wir dürfen uns nicht verrückt machen und müssen Hockenheim angehen wie jedes Rennwochenende auch – voll fokussiert und motiviert. Auch die Frage, wer auf dieser Strecke wie und warum im Vorteil sein müsste, ist irrelevant. Die anderen brauchen die Punkte so nötig wie wir. Auch sie müssen die Punkte erst einfahren.“

Wie immer könnt ihr die beiden einstündigen Rennen live auf SPORT1 verfolgen – Achtung: der Start am Samstag ist erneut erst um 15.00 Uhr; am Sonntag schaltet die Ampel dann wie gewohnt um 13.05 Uhr auf grün. Beide Rennen könnt ihr live auf SPORT1 oder im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport oder youtube.com/adac verfolgen.

Die Pressemitteilung von HTP Motorsport könnt ihr hier nachlesen: https://htp-motorsport.de/2018/09/21/voller-angriff-beim-mann-filter-team-htp/